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ASSESSMENT IN DER GERIATRIE

Geriatrisches Assessment

Pflegegesetzadaptierten geriatrischen Basisassessment
 (PGBA)
Pflegegesetzadaptiertes geriatrisches Basisassessment (PGBA)

In der Altersmedizin sind die Zusammenhänge zwischen Alter, Krankheit, Funktionalität und Beeinträchtigung der Selbständigkeit vielfältig und kompliziert. Um aus der Komplexität der medizinischen, funktionellen und psychosozialen Begleitstörungen die therapierelevanten Probleme herauszulösen, bedarf es eines besonderen Meßverfahrens. Hierfür kommen in der Geriatrie so genannte Bewertungsskalen (Geriatrische Assessments) zur Anwendung. Das "Pflegegesetzadaptierte geriatrische Basisassessment" (PGBA, B. Höltmann, P.Tausche) bildet hier die Grundlage der ganzheitlichen Betrachtungsweise unserer Patienten. Die Abfrage und Bewertung der auf der Rosette befindlichen 23 Punkte (Items) ermöglicht rasch die Erfassung aller alterstypischen Probleme und definiert individuell den Handlungsbedarf hinsichtlich Diagnostik und Therapie.

Multimorbidität

Das Allgemeinbefinden im höheren Lebensalter wird im Wesentlichen durch die Anhäufung der Begleiterkrankungen geprägt. Das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Erkrankungen bezeichnen wir als Multimorbidität. Das Charakteristikum des geriatrischen Patienten ist aber nicht allein die Anzahl der Begleiterkrankungen, sondern die in diesem Zusammenhang bestehende körperliche Beeinträchtigung. Die geriatrische Behandlung multimorbider Patienten hat das Ziel ein hohes Maß an Selbständigkeit zu erhalten oder wieder herbeizuführen. Jede noch so banale Akuterkrankung kann das labile Gefüge der Multimorbidität erheblich stören und zur Immobilität führen.